Workshop 4 (09.04.2024 von 15:00 – 17:30 Uhr)

Agenda

Quick-Recap: Kurze Wiederholung der Basics von zurückliegenden Workshops

Perspektive: Schüler:innen

Schüler:innen finden mit der „berufswahlapp“ ein Werkzeug vor, mit dem Sie ihr eigenes E-Portfolio führen können. D.h. das Hauptaugenmerk für die Zielgruppe „Schüler:innen“ liegt auf folgenden Funktionen…

  • Dokumentieren von Erlebnissen
  • Sammeln von Infos und Materialien
  • Strukturieren, Systematisieren & Reflektieren des eigenen BO-Prozesses
  • Präsentieren ausgewählter Aspekte

Perspektive: Lehrkräfte

Lehrkräfte finden mit der „berufswahlapp“ ein Werkzeug vor, mit dem Sie Lehr- und Lernprozesse nach einem portfoliogestützten Ansatz der Unterrichtsplanung und -gestaltung ausrichten können. Für Lehrkräfte ist die „berufswahlapp“ eine Art „Berufsorientierungs-Management-System“. D.h. das Hauptaugenmerk für die Zielgruppe „Lehrkräfte“ liegt auf folgenden Funktionen…

  • Planen & Durchführen von (digital unterstütztem) Unterricht
  • Begleiten von BO-Prozessen
  • Gestalten von Lernumgebungen für Schüler:innen bzw. Lerngruppen

Feedback- und Austauschrunde zum Einsatz der Berufswahlapp in der Praxis

Leitfragen:

Optionen und Organisationsformen der E-Portfolio-Arbeit in der Praxis

Bei der Portfolio bzw. E-Portfolio-Arbeit kann grundlegend in vier unterschiedlichen Organisationsformen unterschieden werden.

Im Parallel-Modell geschieht der Regelunterricht und E-Portfolio-Arbeit grundsätzlich voneinander entkoppelt, d.h. Schüler:innen pflegen ihre Portfolios unabhängig vom Unterricht in eigenverantwortlicher Arbeit. Diese Form eignet sich insbesondere für längere Praxisphasen, in denen Schüler:innen nicht in der Schule sind.

Im Zentrifugal-Modell werden aus dem Regelunterricht heraus an bestimmten Meilensteinen bestimmte Aspekte in E-Portfolios der Schüler:innen aufbereitet. Diese Form eignet sich insbesondere dann, wenn längere Unterrichtseinheiten zu bestimmten Themen geplant und durchgeführt werden, in denen die wichtigsten Erkenntnisse bspw. von Schüler:innen in ihren E-Portfolios festgehalten werden sollen.

Im Zentripetal-Modell werden Aspekte aus der individuellen E-Portfolio-Arbeit der Schüler:innen an bestimmten Punkten im Regelunterricht aufgegriffen und vertieft. Diese Form eignet ich besonders dann, wenn Schüler:innen beispielsweise in längeren Praxisphasen zurück in die Schule kommen und im Unterricht ihre Erlebnisse und Erfahrungen präsentieren.

Im Einheits-Modell wird der gesamte Regelunterricht für die E-Portfolio-Arbeit genutzt. D.h. die Schüler:innen arbeiten im Unterricht an ihren Portfolios. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn bestimmte Aktivitäten vorbereitet oder nachbereitet werden sollen (Praktikum, Besuch außerschulischer Lernorte o.Ä.).

Die Grenzen zwischen diesen Organisationsformen sind nicht trennscharf – d.h. es sind auch durchaus Mischformen möglich. Die Strukturierung in vier konkrete Organisationsformen dient der Übersicht für Lehrkräfte, die Unterrichtseinheiten unter Berücksichtigung eines E-Portfolio-Konzepts planen und in der Praxis umsetzen.

Quo vadis „Berufswahlapp“ – wie geht es weiter? Und wenn nicht, was dann?

Die „futureBOx“ ist ein in Bremen entwickeltes und mittlerweile in unterschiedlichen Kontexten eingesetztes E-Portfolio-System. Es ist beispielsweise in Bremen flächendeckend im Kontext der Beruflichen Orientierung im Einsatz und ersetzt den Berufswahlpass.

Im Gegensatz zur „berufswahlapp“ verfolgt die „futureBOx“ keinen zentralistischen Betreiberansatz, sondern kann auf einem handelsüblichen Webserver installiert und somit auch von einzelnen Bildungsinstitutionen autark selbst betrieben werden.

Die Vorteile dieses Ansatzes gegenüber einem zentralistischen Hosting-Modell können insb. für Schulen im allgemeinbildenden Sektor folgendermaßen zusammengefasst werden…

Nähere Informationen zur futureBOx finden sich unter folgendem Link: www.futurebox-portfolio.de

Kontaktangaben für weitere Initiativen / Workshops und Begleitung der päd. Praxis

Christian Staden
Institut Technik und Bildung
Universität Bremen

Mail: staden@uni-bremen.de
Web: www.christianstaden.de

Präsentation zum Workshop