Workshop 2 (15.05.2023 von 14:00 – 18:00 Uhr)
Unsere Agenda für heute
- Quick-Recap: Wiederholung der „Basics“ aus dem ersten Workshop
- Ihre BO-Konzepte in der Schule: Anknüpfungspunkte für den Einsatz der berufswahlapp
- Detaillierter Blick: Aufgaben-Formate in der berufswahlapp
- Testing & gemeinsame Entwicklung von Ideen f.d. Unterricht
Zentrale Funktionen für Lehrkräfte – Unterrichtsplanung und Gestaltung von Lernsituationen
Aufgaben

Über den Hauptmenüpunkt „Aufgaben“ können Sie als Lehrkräfte eigene Aufgaben entwickeln, die anschließend auf zwei Arten verwenden können:
- Entweder Sie stellen sie anderen Lehrkräften an der eigenen Schule über eine „Berufswahlapp-Vorlage“ (via Export- und Import über das systemeigene *.bwa-Dateiformat) zur Verfügung (Stichwort: Kooperatives Arbeiten)
- Oder Sie ordnen Sie im Bereich „Mein Weg“ einer Lerngruppe/Klasse und damit automatisch Ihren Schüler:innen zu. Sobald eine Aufgabe im Bereich „Mein Weg“ verankert ist, ist sie von Ihren Schüler:innen abruf- und bearbeitbar (bei SuS ebenfalls über „Mein Weg“)
Für die Erstellung von Aufgaben können Sie verschiedenartige „Formatvorlagen“ (Aufgaben-Typen) wählen. Diese Aufgaben-Typen und die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten sind nachfolgend kurz erklärt.
Überblick: Aufgaben anlegen & Vorlagen nutzen
Verschiedene Aufgaben-Typen kennenlernen
In Aufgabenkarten lassen sich Einzelaufgaben in Textform erstellen. Schüler:innen haben in der Aufgabenkarte die Möglichkeit, die Aufgabe direkt zu lesen und ihre Arbeitsergebnisse als Dateien zur Aufgabenkarte wieder hochzuladen. Das können z. B. Text- oder Bilddateien sein. Wenn die Schüler:innen die Ergebnisse hochgeladen und auf Speichern geklickt haben, wird die Aufgabenkarte als erledigt markiert und im Bereich Mein Weg und Reflexion gespeichert.
Nutzen Sie die Aufgabenkarte, wenn Sie in Verbindung mit einer Aufgabenstellung einen speziellen Dateiupload für Ihre Schüler:innen ermöglichen wollen.
Mit Infokarten lassen sich Informationen und Arbeitsaufträge in Textform erstellen. Eine Infokarte kann aus mehreren Seiten bestehen, die Schüler:innen ansehen und bearbeiten können. Wenn Schüler:innen die Informationen auf einer Infokarte gelesen bzw. bearbeitet haben, können sie diese als „erledigt“ markieren. Sie wird dann im Bereich Mein Weg und Reflexion gespeichert.
Nutzen Sie die Infokarte, wenn Sie einfache Textaufgaben oder textbasierte Informationen für Ihre Schüler:innen strukturiert bereitstellen wollen.
Mit dem Aufgaben-Typ Karteikarte lässt sich eine Sortieraufgabe mit individuell anzulegenden Karteikarten (sowohl Text- als auch Bildinformationen) realisieren. Als Lehrkraft können interaktive Karteikarten angelegt und anschließend von Schüler:innen sortiert und bearbeitet werden. In einer Karteikarten-Aufgabe lassen sich durch Lehrkräfte bis zu zwölf Karteikarten anlegen. Nutzen Sie Textelemente für die Karteikarten, haben die Schüler:innen die Möglichkeit weitere zwölf Karteikarten anzulegen, wenn das im Rahmen der Aufgabenstellung (Sortier- und Ergänzungsaufgabe) ist.
Nutzen Sie den Aufgaben-Typ Karteikarte, wenn Sie …
- ihre Schüler:innen entweder Begriffe, Einstellungen, Haltungen oder Ideen sammeln lassen wollen (indem ihre Schüler:innen selbst neue Karteikarten anlegen und sortieren)
- Begriffe oder Abbildungen vorbereiten wollen und von Ihren Schüler:innen in die richtige Reihenfolge bringen und diese individuell speichern lassen wollen.
Lückentexte lassen sich in einem speziell dafür vorbereiteten Editor erstellen. Wörter, die als Lücken auftauchen sollen, müssen mit einfassenden Unterstrichen gekennzeichnet werden. Entsprechend durch Lehrkräfte markierte Textlücken werden automatisch in der Schüler:innen-Ansicht als Drop-down-Auswahlliste erstellt. Schüler:innen können also die entsprechenden Antwortmöglichkeiten bei der Bearbeitung des Lückentexts sehen und unmittelbar nutzen. Abgeschlossene Lückentexte gehen nicht verloren, sondern werden im Bereich Mein Weg und Reflexion gespeichert. Sie sind dort auch weiterhin jederzeit für die Schülerinnen einsehbar.
Nutzen Sie Lückentexte, wenn Sie z.B. eine textbasierte Ergebnissicherung / Lernerfolgskontrolle vornehmen wollen. Außerdem kann ein Lückentext zur Sensibilisierung bzw. den Einstieg in ein neues Thema genutzt werden.
Der Fragebogen ist ein sehr mächtiges Aufgabenwerkzeug mit vielen verschiedenen Einstellungsoptionen. Fragebögen können beliebig viele Frage-Items (einzelne Fragen mit separater Antwortmöglichkeit) enthalten. Zur Gestaltung einzelner Fragen stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- einfache Auswahlantworten (ja/nein, inklusive Quiz-Option),
- kurze und lange Textantworten,
- Mehrfachantworten,
- Antworten mit Bewertungsskalen,
- Antworten anhand Interaktiver Diashow (Bilder einschätzen),
- Antworten anhand von Abbildungen/Suchbildern und
- Antworten anhand von Dokumenten (aktuell nur PDF)
Einzelne Fragen können beliebig miteinander kombiniert werden. Fragebögen können entsprechend durchaus umfangreich werden. Fragebögen lassen sich aber auch sehr kompakt gestalten.
Nutzen Sie Fragebögen, wenn Sie Lernstandskontrollen, Tests, Quizzes oder andere interaktive Aufgabenformate mit ihren Schüler:innen durchführen wollen.
Der Check ist ein Werkzeug, das es für Schüler:innen ermöglicht, sich einerseits selbst zu bestimmten Aspekten (Stärken, Schwächen, beruflichen Interessen o.Ä.) einzuschätzen. Das geschieht in Form eines Selbsteinschätzungsbogens mit einer Bewertungsskala-Antwort zu einzelnen Einschätzungs-Items. Die Besonderheit des Checks liegt darin, dass die eingenen Selbsteinschätzungen der Schüler:innen durch Fremdeinschätzungen ergänzt und daran gespiegelt werden können. Schüler:innen können andere Personen über die Berufswahlapp zu einer Fremdeinschätzung einladen – und zwar auch dann, wenn diese Personen keinen eigenen Berufswahlapp-Account haben.
Die Berufswahlapp aggregiert nach Selbst- und Fremdeinschätzungen die Daten und zeigt sie für Schüler:innen transparent in einer „Auswertung“ an.
Nutzen Sie Checks, wenn Sie ihren Schüler:innen die Gelegenheit zur reflexiven Selbsteinschätzung geben wollen, die ggf. durch Peer-Reviews (von Mitschüler:innen) oder andere Fremdeinschätzungen (Berufsberater:innen, Lehrkräfte, Eltern, Geschwister, Freunde) ergänzt und gespiegelt werden sollen.
Die Like-Dislike-Liste ist eine interaktive Bewertungsaufgabe. Anhand von Bildern oder Textinformationen, die Sie als Lehrkraft im Rahmen der Aufgabenerstellung anlegen, können Schüler:innen bei der Bearbeitung der Aufgabe Informationen und Bilder durch ein „Like“ (Gefällt mir) oder „Dislike“ (Gefällt mir nicht) markieren. So lässt sich auf interaktive Art und Weise eine Pro-Contra-Sortierliste erstellen.
Nutzen Sie Like-Dislike-Listen, um Sortieraufgaben in Form einer Pro-Contra-Liste zu erstellen.
Testen der Aufgaben-Formate
Aufgabenstellung: In Partnerarbeit (2 Personen) sollen zwei Aufgaben in der berufswahlapp für den Einsatz im Unterricht konzipiert werden (also: Pro Person eine Aufgabe). Dazu können Sie aus allen Formaten (s.o.) wählen. Die Aufgabe soll in einem berufsorientierenden Unterricht einsetzbar sein.
Folgende Schritte:
- Sondieren Sie in der Partnerarbeit mögliche Anknüpfungspunkte der zuvor kennengelernten Aufgaben-Formate
- Entwickeln Sie mit der berufswahlapp und ihrem Lehrkräfte-Account Entwürfe für die zwei Aufgaben
- Nutzen Sie für spezielle Aufgaben-Formate, die Visualisierungen/Bilder/Abbildungen erfordern, gerne die unten verlinkte Bildsuchmaschine Pixabay (siehe unten: Roter Button)
- Exportieren Sie die von Ihnen erstellten Aufgaben über den Button „exportieren…“ im Kontextmenü der angelegten Aufgabe
- Speichern Sie die BWA-Vorlagendatei in unserer Cloud (siehe unten: Blauer Button)
Aufgabenstellung für die Zeit bis zum nächsten Workshop
- Schulkoordinatoren: Einladen von Kolleginnen und Kollegen zur Mitarbeit in der berufswahlapp, Anlegen von Strukturen zum Austausch von Aufgaben-Formaten (z.B. Schul-Cloud o.Ä. – eine „Vorlagen-Bibliothek“ für die eigene Schule wird wahrsch. ab Sommer verfügbar sein!), Vorstellen der zentralen Funktionen und Potenziale (auch für fächerübergreifendes Team-Teaching)
- BO-Lehrkräfte: Identifizieren von Anknüpfungspunkten für den Einsatz verschiedener Aufgaben-Formate im Unterricht, d.h. im Detail…
- Ideenfindung & Planung: Sondieren von Substituierungspotenzialen papiergebundener Aufgabenstellungen
Tipp: Ggf. macht es im Team mit anderen Lehrkräften an der Schule mehr Spaß und man kann sich die Zuständigkeiten aufteilen. - Konzeption & Realisierung: Anlegen und Testen verschiedener Aufgabenformate.
Tipp: Fangen Sie mit „kleinen“ Aufgaben an und nutzen Sie dafür Aufgabenformate, die nicht allzu komplex sind (z.B. Info-Karten, Aufgaben-Karten, kleine Fragebögen o.Ä.) - Testing: „Ausprobieren“ in der Klasse.
Tipp: Gerade zu Beginn nicht zu viel wollen. Lieber klein und überschaubar anfangen, als das Kind mit dem Bade ausschütten. - Reflexion & Ergebnissicherung: Bringen Sie Ihre Erfahrungen (positiv wie negativ) gerne zum nächsten Workshop mit. Wir tauschen uns darüber in der Gruppe aus.
- Ideenfindung & Planung: Sondieren von Substituierungspotenzialen papiergebundener Aufgabenstellungen
- Schüler:innen: Nutzen Sie die Erfahrungen ihrer Schüler:innen gewinnbringend, indem Sie die ersten Tests mit der berufswahlapp tatsächlich als „Test“ deklarieren.
Präsentation und weitere Dateien
- Präsentation des 2. Workshop-Termins (15.05.2023): Hier klicken.
